Die Zahl 17

Einige Jahre lang habe ich mich mit der Zahl 17 beschäftigt. Diese Zahl kommt in vielen Filmen und Serien immer wieder vor. In dominanter Form, häufiger als andere Zahlen. Das ist allerdings nicht paranormal. Doch wenn man sie beobachtet, drängt sie sich direkt auf. Das it mir mehrmals passiert. Es ging so weit, dass ich beispielsweise im Mai 2006 (ich habe es in meinem Tagebuch notiert) zur Bank ging, um Geld abzuheben und unter den Scheinen, die der Automat ausspuckte, einer war, auf den jemand mit der Hand die Zahl 17 geschrieben hatte. Dabei handelte es sich um 5x 10 Euro Scheine. Ich möchte betonen, dass ich nie etwas auf Geldscheine geschrieben habe. Von mir kann er also nicht zufällig stammen.

Es wird zwar behauptet, die Zahl 23 käme oft vor und wäre auch bedeutungsvoll, aber das stimmt nicht. Gerade als ich das Buch schrieb, aus dem ich jetzt zitiere, sah ich im Fernsehen die Erklärung dafür. Es ist eine verschwundene Verschwörungstheorie. Nur damit alles genau passt, rechnen manche Leute sogar die Quersumme aus. Wenn man viele Daten so berechnet, kommt man sicher auf viele 23er.

 

Die Zahl 17 kommt allerdings tatsächlich häufig vor. Ganz ohne gekünstelte Rechenversuche. In Italien gilt sie als Unglückszahl.

 

Was meine Beziehung zur 17 betrifft, beginnt es bei meiner Geburt. Ich wurde an einem 17. geboren. Meine beiden ersten Kinder wurden ebenfalls an einem 17. geboren. Das kann man natürlich noch als lustigen Zufall abtun. Doch einige "Zufälle" in Bezug auf die 17 könnte man schon hinterfragen.

 

Die Verkehrsbetriebe hatten ein Plakat aufgehängt. Drei Straßen bahnen sind zu sehen. Eine hatte die Zahl Null, oder den Buchstaben O,  eine hatte keine Nummer und eine die Zahl 17. Das Plakat befand sich an einem Platz, an dem ich fast jeden Tag vorbei kam. Damals kam ich nicht sehr viel herum.

 

Vor einigen Jahren fuhr ich gemeinsam mit einigen anderen einfach so in der Gegend herum. Ich kannte mich dort nicht aus. Es war irgendwo in der Nähe der Donau. Wir wollten einen kleinen Ausflug machen und spazieren gehen. Schließlich hielten wir und stiegen aus. Schon bald war der Weg zu Ende. Überrascht standen wir plötzlich vor einem total zerbeulten Auto, das jemand anscheinend dort entsorgt hatte, weil die Gegend ziemlich einsam war. Auf dem Wrack prangte groß die Zahl 17.  Als habe uns eine unsichtbar Hand dorthin geführt.

 

So gut wie nie kam ich in das kleine Einkaufszentrum im 13. Bezirk. An diesem Tag ging ich hin, weil ich etwas bestimmtes kaufen wollte. In einer Auslage war die Zahl 17 zu sehen.

Auf der Straße direkt neben dem Waldrand, stand diese einsame Tonne mit der Zahl 17.

 

Das sind nur einige, wenige Beispiele, die ich hier aufliste. Man muss sich also fragen, wie wahrscheinlich ist es, genau zum richtigen Zeitpunkt zum richtigen Ort zu gehen, damit man diese Zahl auf einem Objekt sieht. Die Wahrscheinlichkeit ist gering. Was das Auto betrifft, ist es absolut unwahrscheinlich, dorthin zu finden. Dort findet man vermutlich nicht einmal hin, wenn man die Adresse kennt. .

Zum Abschluss dieser Überlegungen noch eine kleine, (erfundene) Geschichte.

 

Der Himmel gab dem Rabbi  Löw im Traum den Gedanken ein, aus Ton das Bild eines Menschen zu formen, um so die gegen die Prager Juden gerichteten Pläne zu vereiteln.

 

Es soll sich um den 20. Adar 5340 gehandelt haben, was dem 17. März 1580 entspräche.

 

Ich zitiere wörtlich aus meinem Buch: "Heute wo ich das schreibe, ist der 3. Oktober 2016. Seit einige tagen arbeite ich an diesem Buch und somit beschäftige ich mich unter anderem auch mit dem Golem. In der Nacht von gestern auf heute habe ich mich sponta entschlossen, so einen Golem zu machen. Einen kleinen nur, keinen lebensgroßen. Weil ich ein Foto zu diesem Text stellen wollte. Der jüdische Tag begann am Vorabend. Ich habe diese Figur also genau am jüdischen Neujahrstag gemacht, ohne es zu ahnen. Es ist der Rosch ha-Schan 5777. Darauf wäre ich nie gekommen, hätte ich es nicht heute morgen im Fernsehen gehört. Heute im Frühstücksfernsehen auf Puls 4.

 

Warum ich mich überhaupt mit dem Golem beschäftigte? Als ich noch sehr jung war, las ich den Roman "der Golem", von Gustav Meyrink. https://www.projekt-gutenberg.org/meyrink/golem/titlepage.html

 

Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt und auch lange beschäftigt. "Der Golem zieht eine unheimliche Gefolgschaft hinter sich her.« »Die Häufung gleichartiger Ereignisse ist nichts Wunderbares«, erwiderte Hillel." Der Satz stammt aus dem Roman und ich glaube, das passt gut zu dem, was ich erlebt habe. Es geht dabei nicht wirklich um die ursprüngliche Legende. Diese dient nur als Grundlage für sehr seltsame Geschehnisse. Offen gesagt, habe ich vieles davon nicht verstanden und genau das war wohl auch der Grund, weshalb mich das Buch so beschäftigt hat. Nebenbei bemerkt, habe ich mir das Buch gar nicht ausgesucht. Als ich es las arbeitete ich in einer Buchhandlung und einer der beiden Chefs gab es mir zum Lesen.