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akademischer Maler

B. brachte überraschend einen fremden Mann mit nach Hause. Er war ein ruhiger, eher zurückhaltender Typ mittleren Alters. Alles in allem wirkte er unauffällig. Ein durchschnittlicher Mitteleuropäer, mit dunklen Haaren. Der Mann war sympathisch. Er sei Künstler, wurde mir erklärt, ein akademischer Maler. Bisher hatte er noch keinen Erfolg gehabt. Ab da sprachen wir über Erfolg und die Zukunft. B. habe schon ein wenig Erfolg, meinte ich, er werde vielleicht auch noch weiter kommen. Nur seine Zurückhaltung anderen Menschen gegenüber mache es ihm schwer. Künstler müssten offen und schrill sein, um aufzufallen. B. meinte, er habe sogar schon eine Ausstellung in Aussicht, in der Bank Austria.

 

Wir saßen vor einem Plakat, das er mir einmal gegeben hatte. Hier wird die Geschichte etwas unlogisch. Das Plakat zeigte ein Werk von ihm. Es war sehr groß. Etwas lieblos hatte ich es mit einem Klebeband an der Wand befestigt. Später riss ich es herunter und warf es achtlos auf den Boden. Mir gefiel das Bild nicht. Doch jetzt musste man damit rechnen, dass er vielleicht einmal berühmt werden könne. Dann wäre das Plakat wertvoll geworden. "Ich gebe es in meine Mappe!", sagte ich, hob es auf und steckte es in die große Mappe.

 

Ob jemand Kaffee wolle, fragte ich. Zwei Personen wollte welchen. Ich glaube es waren fremde Leute. Als ich in der Küche nach sah merkte ich, es gab keinen Kaffee. Also ging ich welchen kaufen. Es folgten nervige Szenen bezüglich Kaffeekauf. Genau kann ich mich nicht daran erinnern.

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