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verfolgt

Der Traum war sehr lang, deshalb konnte ich mir nur wenige Szenen merken. Es ging auch immer nur um dasselbe Thema: ich wurde verfolgt und angegriffen.

 

Mächtige Feinde griffen mich immer wieder an. Wer diese Leute waren wusste ich nicht. Offenbar handelte es sich um eine mächtige Organisation, denn es waren viele verschiedene Menschen daran beteiligt. Sogar eine fremde Person merkte das und wunderte sich, weshalb ich keine Anzeige machte. Das sei nicht möglich, sagte ich. Alles was geschehe müsse ich erleben. (Offenbar war etwas wie Schicksal.) "Das habe ich aber alles schon einmal geträumt.", meinte ich. Weil ich davon geträumt hatte, wurde ich von den Ereignissen nicht wirklich überrascht. Nun war die Sache etwas kompliziert zu verstehen. Tatsächlich wusste ich immer was als nächstes geschehen würde, weil ich mich immer dunkel an den jeweiligen Traum erinnerte. Es war für mich immer sehr gefährlich und auch Menschen denen ich vertraut hatte, griffen mich oft unvermittelt an. Sie zeigten damit ihre Zughörigkeit zu den Feinden. Das war schwer zu verkraften. Doch durch meine Träume hatte ich alles schon im Vorhinein verarbeitet und die Überraschung hielt sich in grenzen. Manchmal kam auch meine Mutter in diesem Traum vor, doch genau erinnere ich mich nicht.

 

Als ich auf der Straße mit dem Hund spazieren ging, joggte eine Frau gerade. Sie war Tierärztin. Die Frau grüßte mich freundlich und wendete sich dann dem Hund zu, der sie auch freundlich begrüßte.

Dann lief sie wieder weiter. An ihrem Verhalten erkannte ich ihre Aufrichtigkeit. Ein Mann in Polizeiuniform entpuppte sich hingegen als Feind. Er stand ganz komisch da und sah auch seltsam aus. Der Mann war kein echter Polizist, das merkte ich sofort. An ihn hätte ich mich nicht wenden dürfen, das wäre fatal gewesen. Doch es bestand keine Gefahr, weil ich immer richtig reagierte.

Zeitweise war ich in einem Zug. Überall lauerten die Feinde, es wurde immer gefährlicher. Das nahm ich jedoch alles gelassen hin, trotzdem immer in Erwartung was als nächstes passieren würde. Ich wusste es und wusste es doch nicht. Es war sehr seltsam und schwer zu begreifen. Es wird für mich letzten Endes gut ausgehen, wusste ich, ohne zu wissen wie es ausgehen würde. Darin lag meine eigentliche Stärke. Die Träume schützten mich zwar nicht wirklich, denn alles was geschehen sollte würde auch geschehen, aber sie gaben mir doch auch Sicherheit. Der ganze Traum hatte eine seltsame Logik. Hätte ich diese Gewissheit nicht in mir gespürt, wäre ich an der Situation zugrunde gegangen. So aber wanderte ich meistens unbeschwert durch alle Gefahren. Die Ereignisse hinterließen keinen bleibenden Eindruck.

 

Zwischendurch "sah" ich immer wieder Teile des Traums, der mich auf die zukünftigen Ereignisse vorbereitete. Es handelte sich also um einen Traum im Traum. Das war für mich immer wieder die Bestätigung, alles sowieso schon zu wissen. Als hätte ich bereits alles schon einmal erlebt und nur darauf vergessen.

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