· 

Wahrheitsserum

Ich sollte an einem Experiment teilnehmen. Offenbar waren wir an der Uni. Viele Leute waren da, die alle daran teilnehmen sollten. Wir warteten und warteten. Endlich kamen die Veranstalter. Unter ihnen Dr. H. Er machte etwas bei meinem Gesicht, woraufhin ich den Mund ganz fest zu, machte. Was er tat würde mir schaden, dachte ich. Er sprach das direkt an worauf ich meinte: "Ich lasse mir doch nicht das Kiefer brechen!" Darauf antwortete er: "Sehen Sie!" Wie das gemeint war wusste ich nicht. "Sie müssen dreimal Wasser trinken, wegen dem ausgetrockneten Mund!", fuhr er fort. Dann sah er mir noch in den Mund und zwickte mir ein Stück vom Backenzahn ab. Es tat nicht weh, was mich wunderte. "Sehen Sie, Sie haben es nicht einmal bemerkt!", meinte er noch und ich verstand wieder nicht was das zu bedeuten hatte. Offenbar hatte er etwas gemacht, was ich nicht bemerkt hatte, dachte ich. Ich rätselte was das gewesen sein könnte.

 

Bald wurde mir das Warten zu langweilig. Gekommen war ich nur weil ich dachte es handele sich um ein Psi-Experiment. Das hielt ich für eine gute Chance zu beweisen, dass ich diese Fähigkeit besitze. Vielleicht - so hoffte ich - würden sich irgendwelche Phänomene einstellen. Aber es geschah nichts. Da stand ich auf, sagte ich würde nur kurz weggehen und verließ den Saal. Ab diesem Zeitpunkt fuhr ich quer durch Wien, vor allem in der inneren Stadt hielt ich mich auf. Meistens benützte ich ein Auto. Genau erinnere ich mich nicht wohin ich fuhr.

Unterwegs begegnete ich verschiedenen Leuten. Unter ihnen war auch Y. Einige Zeit über fuhr sie mit mir und anderen Leuten mit. Dann ließ ich sie aussteigen und fuhr weiter. Langsam müsse ich zurück zu dem Experiment, dachte ich. Sie müsse den ganzen Weg zu Fuß hinauf gehen, sagte ich zu den anderen. Zurück konnte ich jedoch nicht, weil wir in einer Einbahnstraße waren. Auch Sa, der Freundin von Y. begegnete ich. Sie stand in einer Beziehung zu den Leuten die das Experiment veranstalteten. Plötzlich hörte ich M. reden: "Du bist angebunden! Sie haben dich angebunden, seit du herum gehst!", sagte er lachend. Anscheinend hatte ich 2 Stunden geschlafen und geträumt. Wahrscheinlich war ich im Saal herum gegangen. Ich war nie weg gewesen, das wurde mir nun klar. Nun begann ich zu überlegen was da eigentlich los war. Anscheinend hatte mir Dr. H. ein Mittel in den Mund getan, welches mich betäubt hatte. Oder es hatte mich in einen Traumzustand versetzt. Eine Droge war es ganz sicher. Es ging auch nicht um Psi. Das begriff ich jetzt. Ich war noch nicht wach, aber halb bewusst. Die Kommissarin von "der Mentalist" schien da zu sein und mit mir zu sprechen. Kurz konnte ich sie sehen. Tatsächlich sprach eine Frau zu mir, aber natürlich war es eine andere. Es war halb Realität und halb Traum. M. meinte: "Sie ist eben Polizistin!" was sollte das wieder bedeuten?

Zeitweise fuhr ich in meiner Vorstellung, bzw. in meinem Traum noch immer herum. Trotzdem wusste ich gleichzeitig, es war nur ein Traum. In Wahrheit befand ich mich angeschnallt in einem Raum und schlief. Da kam ich plötzlich auf die Idee, ich sei eine "Wandernde". Ich sei eine wie R. es gewesen war, vermutete ich. Dabei dachte ich an Alzheimer. War ich schon krank? Lebt man in einer Traumwelt wenn man Alzheimer hat? Doch dazwischen wurde ich mir immer wieder meiner wahren Situation bewusst. Genau genommen befand ich mich gleichzeitig auf drei Ebenen. In einem Traum, im Wachzustand und in einem Zustand des Nachdenkens. Schließlich kam ich auf die Idee, man habe mir eine Wahrheitsdroge verpasst. Da begann ich mich zu ärgern weil ich alles vergessen hatte, was ich in diesem Zustand vielleicht gewusst, oder gesagt hatte. Weil ich ständig im Traum herum fuhr, dürfte das jedoch nicht viel gewesen sein.

Auf einmal wurde ich von einer bleiernen Müdigkeit ergriffen. Da sah ich mich auf einmal selbst, was ja nicht möglich ist - also sah ich jemand anderen - wie ich versuchte mich hin zulegen und zu schlafen. Zum Schluss krümmte ich mich sogar zusammen. Das war nicht einfach, weil man mich daran hindern wollte. Dagegen wehrte ich mich, weil ich so extrem müde war, dass ich einfach nicht wach bleiben konnte, selbst wenn ich es gewollt hätte. Da spürte ich einen feinen Stich in den Oberschenkel. Das beschäftigte mich auch. Steckten dahin auch diese seltsamen Leute? Hatte man mir ein Gegenmittel gegeben, oder ein weiteres, das mich gefügig machen sollte? Hoffentlich habe ich nicht lauter Blödsinn geredet, dachte ich. Ein Gedanke der auf die Droge zurück ging war mir in Erinnerung geblieben: Alleine! Das hatte mit dem Prinzip des Lebens zu tun. Dieses hatte ich verstanden. Darüber dachte ich nun nach.


Um ca. 4 Uhr in der Früh wurde ich wach, weil ich auf die Toilette musste. Danach legte ich mich wieder hin und träumte weiter. Dieser folgende Traum bezog sich direkt auf den vorherigen.


Ich hatte den 1. Traum von heute gepostet und wollte noch etwas schreiben. Plötzlich erschien etwas seltsames auf dem Bildschirm. Das konnte ich nicht genau erkennen, weil es so schnell ging. Darüber legte sich ein breiter Balken. In Großbuchstaben stand etwas das ich nicht lesen konnte. Auch das ging so schnell. Die Zeit reichte nur um zu verstehen was geschah. Jemand hatte mir einen Virus geschickt und die Buchstaben auf dem Balken waren eine persönliche Verhöhnung. Das war kein Virus den irgendjemand bekam. Er war speziell für mich gedacht. Auf dem Bildschirm passierte viel. Auch das ging rasant vor sich. So schnell ich konnte versuchte ich das Internet auszuschalten, indem ich die Verbindung zum Modem unterbrach.

Gleichzeitig sah ich die Virus Versender deutlich, so als wäre ich bei ihnen. Es war eine kleine Gruppe. Ein Mann sagte: "Das wird einige hundert Euro kosten!" Sie lachten bösartig. Es waren ziemlich dumme, bösartige Leute. Ihnen ging es nur darum, mir Schaden zuzufügen. Ob sie mehr als nur die Festplatte zerstörten, wusste ich nicht.

 

Na gut, dachte ich, dann gehe ich halt mit einem anderen Computer ins Internet. Mir war das früher oft passiert. Viele Computer waren schon von anderen Böswilligen zerstört worden. Das war ich schon gewohnt. Deshalb machte es mir nichts mehr aus. Unser Gerät war sowieso schon uralt. Wenigstens musste M. ein neues kaufen. Ich freute mich deshalb schon fast über diese böse Tat.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0