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halbe Brille

Wir hatten eine seltsame Wohnung. Vielleicht war es auch ein Haus. Jedenfalls sah es dort nicht so aus wie es bei uns real aussieht. Von dort wollten wir ausziehen. Mein Sohn kam zur Türe herein. (Real habe ich keinen Sohn.) Er war ein ruhiger, schüchterner, traurig wirkender junger Mann. Vom Typ her eher hell, mit hellbraunem Haar. Ich glaube er kam aus einer Buchhandlung. "Ich habe gehört ich bekomme nichts, weil ich bisher nichts beigetragen habe!", sagte er. "Wollt ihr auch den unteren Teil, damit ihr hier bleiben könnt?" Dann redete er noch über Bob Marley (http://www.bobmarley.com/) und über komplizierte wirtschaftliche und politische Zusammenhänge. Das konnte ich mir nicht merken. Dann setzte er eine halbe Brille auf. Darüber wunderte ich mich. Es würde mich nicht stören noch zwei oder drei Jahre in dieser Wohnung zu bleiben, dachte ich. Mir tat er Leid und ich wollte ihm versprechen, er würde auch seinen Anteil bekommen, wenn wir später verkaufen. Aber dann kamen mir Zweifel. Würden wir warten, könnten wir uns kein neues Haus kaufen, außer mit Hilfe eines sehr hohen Kredits. Y. wartete schon auf das Geld, das wusste ich sicher. Aber einen Kredit wollte ich auch wieder nicht. Mit diesen Gedanken wachte ich auf.

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