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Pferd steigt Stufen

Wir waren zu Zweit unterwegs. Wer meine Begleitung war, kann ich nicht genau sagen. Beide Hunde hatten wir mit. Bei der H. Straße waren einige Personen, die Blumen verkauften. Obwohl wir keine haben wollten, gaben sie uns drei Sträuße, die wir kurz danach einfach auf den Boden legten.

Die Hunde hatten wir bei ihren Stand einfach zurück gelassen. Sie konnten sich frei bewegen, lagen aber ruhig da. Gleich danach kehrten wir zurück, weil uns die verlassenen Hunde einfielen. Hoffentlich waren sie nicht weggelaufen. Die Blumenverkäufer waren verschwunden. Der große Hund war da, der kleine war weg. Wie sollte ich Y. erklären, dass ihr Hund nicht mehr da war? Verzweifelt rief ich den Hund. Ich hatte zeitweise Schwierigkeiten mit dem Namen, aber er fiel mir doch immer wieder ein. Es gab keine Reaktion.

Nach einer Zeit der vergeblichen Suche, bemerkte ich am Waldrand, in einem Erdloch, einen eher jüngeren Mann. Als ich ihn fragte, ob er einen Hund gesehen habe, bejahte er. Freundlich gab er Auskunft. Durch seine Hinweise fanden wir endlich den verlorenen Hund. Er war in ein Loch im Loch (könnte man sagen ) gefallen, also noch eine Etage tiefer. Doch eigentlich konnte man von dort aus direkt auf die Straße. Das Problem war also gelöst.

Irgendwie musste ich mich erkenntlich zeigen. Meine Begleitung und ich suchten in der Brieftasche nach Geld, welches nicht zu viel und nicht zu wenig war. Einen Hunderter wollte ich nicht hergeben. So suchten wir nach geeigneten Münzen. Einige klaubte ich heraus. Darunter war eine, die jetzt nur 2€ wert war, aber bald mehr wert sein würde. Ich glaube es waren 9€, bin mir aber nicht ganz sicher. Dem Mann erklärte ich, er müsse die Münze noch etwas aufheben und etwas dazu tun, damit ihr Wert höher werde. "Das weiß ich eh!", meinte er.

Danach ging es darum, in ein Gebäude zu gelangen. Wir hatten ein, oder zwei Pferde bei uns. Doch wir standen vor einer steilen, hohen Treppe. Wie sollten wir ein Pferd dort hinauf bringen? Ratlos standen wir da. Zu meiner Verwunderung hatte das Pferd keine Angst davor, dort hinauf zu steigen. Schwierig war es aber schon. Es musste wie ein Mensch gehen. Mit aller Kraft stemmte ich mich gegen seinen Hintern. Gemeinsam schafften wir das Unmögliche. "Wie kommt es wieder hinunter?", dachte ich laut. Es folgten Gedanken, die Treppe betreffend. Sie war fast so steil wie eine Leiter. Das konnte doch nicht sein,  Nicht einmal Menschen würden diesen Aufstieg schaffen. Ich glaube, ich stellte sie mir dann etwas flacher vor. Offenbar waren es bildliche Überlegungen, wie eine Treppe auszusehen habe.

Dieses Bild blieb mir ganz besonders eindringlich in der Erinnerung. Ob ich mich selbst sehen konnte, oder nur meine Hand auf dem Pferdepopo, weiß ich nicht. Aber die Hand war dominant.

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