· 

Renovierung

Obwohl ich wusste, die Kinder würden kommen, begann ich die Wohnung zu renovieren. Ich riss alte Tapeten von den Wänden und entfernte lockere Mauerteile. Wenn man das macht, riecht alles nach Mauerwerk. Das war auch der Fall. Ich dachte nach, ob ich das den Kindern zumuten könne und kam zu dem Schluss: so geht das nicht. Zu meiner Mutter sagte ich, falls es sie nicht stören würde, wolle ich bei ihr des Essen herrichten. Ich glaube sie sah anders aus, als sie real zu Lebzeiten ausgesehen hatte.

Dagegen hatte sie nichts einzuwenden. Alles sah bei uns fremd aus, was mir im Traum aber nur dunkel bewusst wurde. Wir gingen zu ihr in die Wohnung, die offenbar bloß ein Teil meiner Wohnung war. Mein verstorbener Onkel war da, ebenso seine verstorbene Frau. Sogar im Traum fiel mir auf, dass beide unbekannt aussahen. Ihn sah ich sehr deutlich. Obwohl er anders als real aussah, wirkte er doch ziemlich ähnlich, weil er auch hager war. Offenbar war er ungefähr so alt, wie mein Onkel kurz vor seinem Tod war. Allerdings wirkte er geistig noch ziemlich frisch. Bewegen konnte er sich auch ganz gut. Seine Frau konnte jedoch nicht gehen. Anscheinend war sie geistig gar nicht mehr anwesend. Meine Mutter hatte sie auf ein zusammen klappbares Bett gesetzt. Mit diesem schleppte sie die alte Frau herein, die auf nichts mehr reagierte. "Ich setze sie schon noch zum Tisch!", sagte meine Mutter. Das war ziemlich schwierig. Wir mühten uns ganz schön damit ab, das Bett zum Tisch zu bringen. Dann schimpfen wir über dieses Bett, weil es quer in der Mitte eine Erhebung hatte. Eine Platte stand an dieser Stelle hoch. Man konnte sich deshalb darauf nicht ausstrecken. Daran erinnerte ich mich jetzt. Als ich einmal darauf geschlafen hatte, musste ich die Beine einziehen. Der Onkel meinte, er wolle das Bett schnell reparieren. Er holte Werkzeug, doch ich hinderte ihn daran, etwas an dem Bett zu machen. Wie es in der Realität tatsächlich der Fall war, hatte ich immer Angst, er könne sich verletzten. Er war nämlich zwar ein guter Handwerker, jedoch auch oft ungeschickt.

Die Wohnung fiel mir auch auf, weil alles so eng war. Dunkel war es auch. Man konnte kaum ungehindert einige Schritte machen. Die Einrichtung sah ziemlich alt und abgewohnt aus. Ich fühlte mich dort ganz und gar nicht wohl.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0