· 

müde

Die Erinnerung an den Traum setzt an einer stelle ein, an der ich mit ziemlich engen Schuhen sehr vorsichtig unterwegs war. Mir taten die Füße weh. Ich hatte Angst davor, zu rutschen und zu stürzen. Die Sohle hatte Ansätze und war glatt. So quälte ich mich dahin, bis ich bei einer Schule ankam. Zwar fühlte ich mich nicht wie ein Kind, aber ich schien doch eines zu sein.

Ein Bub, schätzungsweise neun oder zehn Jahre alt, hatte seine Sachen auf eine kleine Treppe gelegt. Um weiter gehen zu können musste ich darüber steigen. Ein Ding sah aus wie eine CD in einer Plastikhülle und auf dieses Ding stieg ich unabsichtlich. Man hörte es splittern. Natürlich hatte ich ein schlechtes Gewissen, doch er reagierte nicht böse. Lachend erklärte er den anderen, er wolle Stufen so konstruieren, dass man trotz seiner Sachen dor gehen könne. Hatte er nicht gemerkt, dass ich die Sachen ruiniert hatte?

Jemandem erzählte ich einen Traum: "Ich habe geträumt, dass ich extrem müde war!", sagte ich. Was genau ich geträumt hatte berichtete ich auch noch, habe es aber vergessen. "Ich bin auch jetzt furchtbar müde!", fuhr ich fort. Damit erklärte ich, weshalb ich diesen Traum hatte. "Die Müdigkeit zog sich bis in meinen Traum!", meinte ich.

Danach ging ich die Stiegen hoch. Viele Kinder liefen in der Gegend herum. Ich fürchtete, der Bub dessen Sachen ich kaputt gemacht hatte, wäre unter ihnen und würde mich angreifen. Weil ich auf ihn so konzentriert war, ging ich bis hinauf zum Dachboden. Erst als ich oben war merkte ich, dass ich viel zu hoch gegangen war. Offenbar wusste ich im Traum, in welches Stockwerk ich eigentlich hätte gehen sollen, denn ich setzte mich auf die Stufen und wollte auf dem Popo wieder hinunter rutschen. Bis zum richtigen Stockwerk. Da wurde mir irgendwie klar, dass ich es bewusst nicht wusste. Der Wecker läutete gerade, deshalb war ich schon ziemlich wach - also bewusst.

Ich kann also davon ausgehen, dass ich eigentlich eine fremde Person war, mit der ich mich nur identifizierte. Im Traum weiß man, was man bewusst nicht wissen kann. Nämlich wie fremde Leute heißen, wie sie aussehen, alles was sie wissen. Sobald man bewusst wird, verschwindet dieses fremde Wissen, weil man wieder "bei sich selbst ist".

Kommentar schreiben

Kommentare: 0