Seele und Physik

Zufällig fand ich im Internet dieses Buch und bestellte es. Gelesen habe ich es auch schon.

 

Es ist sehr interessant, aber die Schlussfolgerungen sind meiner Meinung nach total falsch.

 

Man lernt vieles verstehen, was man bisher vielleicht nicht verstanden hat. Mit Quantenphysik hatte ich eigentlich schon abgeschlossen, weil ich im Fernsehen einen wissenschaftlichen Film darüber sah. Erklärt wurde, Quantenphysik könne paranormale Phänomene nicht erklären, weil sie sich auf kleinste Teilchen bezieht. Diese würden sich zwar verschränken, aber im nächsten Moment auch wieder zerfallen. Man könne sie auf größere Objekte also nicht anwenden.

 

Was Herr Schuster uns in seinem Buch erzählt, klingt wieder ganz anders. Vielleicht weil er es auf einer anderen Ebene betrachtet. Seine Idee ist an und für sich nicht schlecht, aber er versucht am Ende mehr oder weniger zu beweisen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt - und zwar im Sinne der mosaischen Religionen. Davon versteht er aber nicht sehr viel. Auch die Existenz eines Gottes versucht er zumindest als notwendig zu begründen. Er bewegt sich dabei durchaus im abendländischen Gedankenspektrum.

 

Auf der einen Seite schwingt er seine Keule gegen Esoterik, um auf der anderen jedoch auch dorthin abzugleiten. Er endet mehr als spekulativ, indem er vorschlägt, an eine zukünftige, virtuelle Auferstehung zu glauben. Die Möglichkeit von Seelenwanderung lehnt er kategorisch ab, da sie seiner Meinung nach nicht möglich ist.

 

Allerdings ist jedes "Wissen" nichts weiter als Spekulation. Wir verlassen uns auf unsere Erlebnisse und halten diese für wahr und authentisch. Beweisen kann man im Prinzip gar nichts. Alles könnte auch Illusion sein. Jeder kann sich nur auf seine eigene Wahrnehmung seiner Umgebung verlassen. Ich habe eine andere Wahrnehmung als er - also andere Erlebnisse als er. Ob meine Erlebnisse in sein Gedankenkonstrukt passen, ist zu bezweifeln. Trotzdem habe und hatte ich sie und deshalb komme ich - ohne jedwede Physik - zu anderen Ergebnissen als er. Mir erscheint seine Theorie, oder Hypothese eine absolute Unmöglichkeit zu sein.

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